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Ev.-Luth. Kirchengemeinde Eidelstedt

Himmlisches Lächeln

Es gab in Indien einen wunderschönen Tempel, der weithin bekannt war für seinen Spiegelsaal. Eines Tages kam ein Hund zum Tempel und lief hinein. Als er in den Saal der tausend Spiegel kam, sah er sich um und erblickte tausend Hunde.
Er bekam Angst, sträubte das Nackenfell, klemmte den Schwanz zwischen die Beine, knurrte furchtbar und fletschte die Zähne. Und tausend Hunde sträubten das Nackenfell, klemmten den Schwanz zwischen die Beine, knurrten furchtbar und fletschten die Zähne. Voller Panik rannte der Hund aus dem Tempel und glaubte von nun an, dass die ganze Welt aus knurrenden, gefährlichen und bedrohlichen Hunden bestehe. Einige Zeit später kam ein anderer Hund. Auch er lief in den Tempel und erblickte im Spiegelsaal tausend andere Hunde. Er aber freute sich. Er wedelte mit dem Schwanz, sprang fröhlich hin und her und forderte die Hunde zum Spielen auf. Und er sah tausend Hunde, die ihm schwanzwedelnd entgegen sprangen. Als dieser Hund den Tempel wieder verließ, ging er mit der Überzeugung, dass die ganze Welt aus netten, freundlichen Hunden bestehe, die ihm wohl gesonnen sind.
Die Weisheit dieser Geschichte klingt einleuchtend: Wie du in den Wald hinein rufst, so schallt es heraus. Die Art und Weise, wie du deinen Mitmenschen begegnest, wird auch auf dich selbst zurück wirken. Ein Stinkstiefel im Büro kann die ganze Arbeitsatmosphäre verderben - und am Ende des Tages fühlt er sich auch noch bestätigt, dass es sich bei so einer miesen Atmosphäre ja auch nicht gelohnt hat, freundlich zu sein.
Eine freundliche Kassiererin hingegen streut bei ihren Kunden viele Samenkörner guter Laune. Das fördert nicht nur das Geschäft, sondern hebt auch die Lebensqualität.
Klar, es ist auch typbedingt, wie sehr jemand freundlich sein kann. Aber nicht nur. Es hat auch viel mit der Sicht aufs Leben zu tun. Wir dürfen eine positive, zuversichtliche, freundliche Sicht aufs Leben haben, wenn wir an Gott glauben. „Schmecket und sehet, wie freundlich der Herr ist. Wohl dem, der auf ihn vertraut!“ Das ist die Sicht des Dichters von Psalm 34 auf das Leben. Er kann beim Essen schmecken und in der Natur sehen, wie gut es Gott mit ihm meint.
Gott blickt freundlich auf dich. Das soll das „himmlische Lächeln“ auf dem Titelbild dieses Gemeindebriefes ausdrücken. Aus Liebe hat er dein Leben gemacht. Mit Fürsorge hat er so viel Schönes hinein gelegt. Voller Barmherzigkeit möchte er, dass dein Leben nicht in einer Sackgasse endet, noch nicht einmal mit dem Tod. Aus Leidenschaft hat er sich Leiden geschafft, ist in Jesus Mensch geworden, hat am Kreuz unsere Lieblosigkeit erlitten. Und über alles Begreifen hinaus ist er von den Toten auferstanden, um uns aus unserer Gottlosigkeit zu retten und unvorstellbares Leben zu schenken.
Wow! Wenn das nicht freundlich ist! Bei so viel himmlischem Lächeln haben wir tausendfachen Grund, zurück zu lächeln. Das ist nicht nur gesund für uns, sondern auch für die Menschen, denen wir begegnen.
Lass Dich von Gott anstrahlen, und es wird in Deine Umwelt hinein reflektieren.

Ihr Pastor Dirk Fanslau


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